Das Dorf

Bauliche Entwicklung

Plittershagen hat sich entlang der engen Tallage des Plittersche-Baches mit einigen Ausläufern in die seitlichen Talräume entwickelt. Die bewegte Landschaftsform mit ihrem großen Anteil an Wald- und Grünflächen gibt unserem Ort seinen besonderen Reiz.

Aus einer mittelalterlichen Hofstelle hat sich im Laufe der Jahrhunderte ein zunächst ausschließlich von der Landwirtschaft geprägtes Dorf entwickelt, das heute ein reiner Wohnort mit etwa 460 Einwohnern ist. Die Neubaugebiete „Am Hofacker“ und „Unterm Reckhahn“ haben vielen jungen Plittershagenern die Möglichkeit gegeben im Ort zu bleiben, bieten aber auch jungen Familien von außerhalb eine hohe Wohnqualität.

 

Dörfliches Leben

 Ein wichtiger Mittelpunkt im dörflichen Alltag ist unser Lebensmittelladen mit Bäckerei. Bei „Kurths“ können sich vor allem die älteren, nicht mehr so mobilen Dorfbewohner, mit allem versorgen, was man braucht. Brot und Kuchen der angeschlossenen Bäckerei sind weit über die Dorfgrenzen hinaus bekannt und beliebt. Genauso wichtig sind aber auch die Neuigkeiten aus dem Dorf, die man bei Kurths beim täglichen Einkauf erfährt.

Ein kleiner Geschenkeladen gegenüber – „Stahls Schmökersstube“ – ergänzt das dörfliche Einkaufsangebot.

Gefeiert wird in Plittershagen auch. Es gibt das jährliche Sommer- oder Dorffest, das im

Wechsel von Heimatverein und Feuerwehr rund um die Alte Schule veranstaltet wird.

Das Osterfeuer und der Adventsgang gehören inzwischen auch zu den traditionellen dörflichen Veranstaltungen.

Das Dorfgemeinschaftshaus Alte Schule kann auch für private Feiern gemietet werden.


Vereine und Gruppen

Neben dem Heimatverein prägen die Freiwillige Feuerwehr und die Evangelische Gemeinschaft das Leben in Plittershagen. Die Feuerwehr hat in Eigenleistung den neueren Teil des ehemaligen Schulgebäudes zu einem modernen Gerätehaus umgebaut.

Das vor einigen Jahren erweiterte „Vereinshaus“ der Evangelischen Gemeinschaft bietet ausreichend Raum für Gottesdienste und die zahlreichen aktiven Gruppen der Gemeinschaft und des CVJM. Auch die von der Gemeinschaft erworbene alte Scheune neben dem Vereinshaus - „Gedels Schür“- wird für Veranstaltungen, wie zum Beispiel den Herbstmarkt, genutzt.

Der Hobby Club Plittershagen ist eine seit vielen Jahren aktive Thekenmannschaft. Die Freizeitsportler trainieren auf unserem wunderschön gelegenen Waldsportplatz, der auch von ihnen gepflegt wird. Hier findet an einem Wochenende im Sommer eine Veranstaltung statt, zu der auch andere Hobbymannschaften eingeladen werden.


Die Frauenturngruppe trifft sich jeden Montagabend in der Alten Schule zu gymnastischen Übungen.

 

Brauchtum

Der Maibaum wird traditionell von den jungen Männern des Dorfes am Vortag des Maifeiertags aus dem Hauberg geholt, mit bunten Bändern geschmückt und in der Dorfmitte aufgestellt. Während die Dorfjugend feiert, sollte sie auch den Maibaum bewachen, damit er nicht von Burschen aus dem Nachbarort gestohlen wird.

 

Am 1. Mai kommt das Maikind. Die Mädchen des Dorfes im Alter von 6 – 14 Jahren mit dem Maikind an der Spitze ziehen von Haus zu Haus. Sie singen Frühlingslieder und das Maikind, das einen bunt geschmückten Birkenzweig trägt, sagt bei jedem Haus seinen Spruch in „Plitterscher Platt“ auf:

 

Birke, Birke Mai,

gert mer Speck orrer Ei.

Speck brav dicke,

sost möjet oos net schicke,

Botter net ze dönn,

sost kommen mer net röm.

Mehrl net ze knapp,

sost wern mer all net satt.

Maikind

 

In früheren Zeiten wurden am Nachmittag aus den im Spruch genannten Zutaten Waffeln für die Mädchen gebacken. Heute ist ein Geldgeschenk üblich, das die Kinder unter sich aufteilen.

Der Pengstelömmel zieht am Morgen des Pfingstsonntags durchs Dorf. Die Jungen im Alter von 10-14 Jahren ziehen einen Handwagen von Haus zu Haus, in dem unter Ginster und Zweigen versteckt der Pengstelömmel liegt. Vor jeder Haustür sagen die Jungen zusammen ihren Spruch auf:

 

He kömmt en ahler Pengstemoh,

der kin Brurt mi bisse koh.

Gerrem Eier orrer Geld,

dann kömmde durch de ganze Welt.

 

Wer im Wagen liegt, ist natürlich absolut geheim. Fragt einer der Dorfbewohner, ob da denn wirklich einer drin liege, so sagt einer der Jungen: „Pengstelömmel, pief moh!“ Und schon hört man zum Beweis aus dem Wagen eine Trillerpfeife. Die großzügigen Geldgeschenke der Dorfbewohner teilen die Jungs unter sich auf, wobei es früher traditionell eine „Klopperei“ gab. Wie man hört, soll es heute friedlich ablaufen.